Johr y, Johr us (Mathias Zogg)

D’ Früehligszyt isch eis vom schönschte wos uf üser Wäut no git. Winter muesch vom Früehlig wiche, wenn dr Schnee ou töif no lyt.

REFRAIN:

Drum vergiss es nid, em Herrgott z’danke, für aues Schöne wo när macht, dass nach vüune trüebe Stunde wieder einisch d’Sunne lacht, dass nach vüune trüebe Stunde wieder einisch d’Sunne lacht.

D’Summerszyt bringt grüeni Wäuder, ufem Fäud dr Mohn so rot. Saftig Weide, Ährifäuder und dermit ou s’täglech Brot.

REFRAIN:

Wenn du jetz dr Waud betrachtisch bruchsch nümm z’froge nach dr Zyt. Wenn du di am Waudrand achtisch, weisch dr Herbscht isch nüme wyt.

REFRAIN:



Jubiläumsjutz (Margrit Spichtig Hofer)



Jung sy! (Adolf Stähli)

Jung si isch s’Auerschönschte, wo s’Läbe dir cha gä u s’Beschte isch no dranne: Es cha dirs niemer näh! Wär säuber z’grächtem jung isch gsi, dä weiss, wie’s öppe tuet. Jo, schöner isch haut s’Läbe nie aus so mit jungem Bluet!

Jung si u frei vo Sorge, im Härz kei bangi Frog! S’isch wie ne heitre Morge, grad vor em längschte Tag. Dr Obe wird vo säuber cho, wirft d’Schatte wyt voruus. Drum suech Dir gäbs de chüeler wird, es sunnigs Plätzli us.

Jung si, säg doch zum Läbe au Tag es freudigs „Jo“ u mach dir nid Gedanke, wie d’Stündli dir vergöh. Wäg paarne Süuberhöörli si mir no lang nid aut. Mir singe no paar Jöhrli, wes üsem Herrgott gfaut.



Justistal-Lied
(H. Schweingruber)

Im Justistau, dört zwünsch de Flüehne, dört möcht i si, dört möcht i go u bi mine liebe Chüehne zur Churzwiu no es bitzli stoh. We die schöne Glogge lüte u die schwäri Treichle schaut, d’Chüejer jutze bi dr Hütte, das isch öppis wo mir gfaut. 

Do rings um mi die wüude Zagge, für d’Gemschi chum e Mutte Gras, und im Tau die grüene Matte, eh lue, wie ärdeschön isch das. Bruuni Hüttli stöh verschlofe düre Bode und am Hang u dr Hirt bi sine Schafe jützlet ob em Chauberwang.

Am Obe, we sich d’Gütsche röte vom Burscht bis zu der Spitzeflueh. I de Tanne d’Finkli flöte, go ni de hübschli heiwärts zue. Gspürsch im Härz dä heilig Friede, we dr Tag de Stärne wycht und im aute Hüttli nide, s’Röichli us de Schingle stricht.

Eh aber ach, wie tuet’s mi müehje, jetz scho gäg Sigriswiu u hei. Ds Wägli us, wo d’Rösli blüeje so züntigrot bi jedem Stei. Ds Wyssitau lueg i i d’Wyti, sinne zrügg u bi so froh, dass i doch gäg  d’Längizyti ha nes Blüemli mit mir gno.

Letzte Änderung: 11. April, 2018